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Die Quattra Bavariae nimmt Anlauf für das RAAM 2017


Dass das Race Across America nicht nur im Wettkampf-Zeitraum eine Mammut-Aufgabe ist, das mussten die vier Damen der Quattra Bavariae in den letzten Monaten feststellen.

Dabei gilt es im Vorfeld zahlreiche organisatorische Hürden zu überwinden, eine Finanzierung zu klären – das alles im sowieso schon vollgepackten Sportler-Alltag. Wenn dann noch etwas dazwischen kommt, gerät das Projekt schnell ins wanken.

Im Dezember brachte ein Vorfall im persönlichen Umfeld einer der Fahrerinnen die Planungen tatsächlich zum erliegen. Wochenlang war nicht klar, ob das Team deshalb überhaupt komplett an den Start gehen könnte. Erschwerend kam hinzu, dass sich die Finanzierung schwieriger als gedacht erwies. „Besonders in Hinblick auf die Sponsorensuche haben wir den Aufwand tatsächlich unterschätz,“ gibt Initiatorin Nicole Bretting zu. „Als dann noch einer unserer bereits gesetzten, wichtigen Betreuer ausfiel, mussten wir uns zu einer Entscheidung durchringen, die uns sicherlich nicht leicht fiel.“

Mit Anlauf nach Oceanside

Die Entscheidung ist, das Projekt 2016 noch nicht in Angriff zu nehmen. Dafür jedoch 2017 mit perfekter Vorbereitung nach Oceanside zu fliegen. „Wir wollen nicht nur an den Start gehen und das Ziel erreichen. Wir wollen einen Rekord holen. So ein Vorhaben erlaubt keine Fehler,“ erklärt Fahrerin Heike Priess. „Die Entscheidung erst 2017 zu starten ist daher genau richtig,“ fügt die Siegerin des Ötztaler Radmarathons, Monika Dietl, hinzu.

Nicht nur herrscht im Team mittlerweile der Konsens, das kostenintensive Projekt notfalls auch aus eigener Tasche zu finanzieren. Auch wollen einige Fahrerinnen schon einmal Extrem-Wettkampfluft schnuppern und planen einen Start beim Race Around Ireland im September. Dort soll es vor allem darum gehen, schon einmal Erfahrungen zu sammeln. Doch nicht nur das. Christine Waitz, Fahrerin und Presseverantwortliche des Teams, fügt hinzu: „Wir hoffen natürlich auch, dass wir uns bei diesem Ultra-Cycling-Event empfehlen, und potentiellen Sponsoren eine erste Plattform bieten können.“

TV ist mit dabei

Fest steht schon jetzt, dass das Projekt der Quattra Bavariae 2017 von einem TV-Team begleitet und im deutschen Privatfernsehen zu sehen sein wird. „Für uns ein Anreiz alles zu geben,“ sind sich die vier bayerischen Sportlerinnen einig.


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© 2015 CW

Team-Fotos: Michael Rauschendorfer

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